rabbithole
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Als ich heute morgen im Halbschlaf auf den Zug wartete, betrat ein Mann mittleren Alter den Bahnsteig. Er sprach etwas aufgeregt mit sich selbst und holte schließlich ein kleines Radio aus seiner Tasche, rief erfreut:"Oh Anastacia!" und tanzte freudig dazu. Sofort entfernten sich sämtliche Leute in seinem Umfeld, als ginge von jemanden, der sich aus weiß Gott welchen Gründen, anders verhält als die Bahnhofsnorm(nämlich finster schauen und lästern), eine unglaubliche Gefahr aus. Er wirkt ja beinahe schon glücklich! Wie kann er nur? Er könnte ja im nächsten Moment Amoklaufen!So ein komischer Kerl!
Ich bleibe demonstrativ stehen und hebe nur die Augenbraue in Richtung der flüchtenden Massen. Nachdem ich ihm bestätigt habe, dass sie sicherlich Talent hat, legte er eine ernste Mine auf und sagt :"Aber das ist ihr ja leider sehr auf die Brust geschlagen! Gott sei dank hat sie die schwere Operation hinter sich!"
Während die Massen vermutlich davon ausgehen, dass er mich zwingt mit ihm auf die nächste Toilette zu verschwinden, fühl ich mich mal wieder bestätigt darin das Bahnhofsszenerien mein Leben nochmals bereichert haben.
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Ein Misanthrop im Irrenhaus
Zur Zeit verharre ich oft fassungslos und fühle mich vollkommen in Situationen hineingesetzt. Wie ein Waldtier, das man plötzlich eingefangen hat und in einen Zirkus gesteckt hat. Ich fühle mich regelrecht angewidert von meinem Umfeld.Laute Stimmen, aggressive Gespräche, die einfach nur leer oder von ener abstoßenden Kleinkariertheit geprägt sind. Ich kann einfach keine Massen an Kindern mit Pelzjackenbesatz gepaart mit Stiefeln über der Hose sehen. Soll mir doch egal sein, dass man die Leute tragen lassen soll, was sie wollen. Mir stößt es auf. Diese uniformierte Masse Mensch und all die Alternativen da draußen, die man nur noch als solche betitelt, die es aber nicht mehr sind, die sind auch nicht viel besser.
Was will ich überhaupt? Ich weiß es selbst nicht. Aber diese Welt ist so verdammt blind momentan. Ich höre nur noch Lästereien. Lästern ist menschlich! Ja Prima! Alles ist menschlich, aber alles ist nur in einem gewissen Rahmen zu ertragen und wenn ich im Zug nur noch Gesprächen lausche, die von reinem Neid und Schadenfreude geprägt sind, frag ich mich: Warum muss momentan alles nur noch negativ sein? Ich kann es ja selbst nicht ändern, ich bin ja leider auch nicht positiv gestimmt.
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Erster Eintrag
Es ist Dienstag. Für mich persönlich der grässlichste und charakterloseste Tag in der Woche. Grund genug ihn etwas zu füllen, zumal ich heute zu Hause geblieben bin, aufgrund von nervenaufreibenden Kopfschmerzen.
Ich habe seit geraumer Zeit nicht mehr dauerhaft etwas blogartiges betrieben, insofern fehlt es mir sehr mich mit meinen Gedanken an die Blogwelt zu richten um mir etwas Luft zu machen.
Wer kennt es nicht? Im Umfeld hat kaum jemand Zeit oder man gewinnt höchstens den Eindruck, dass eine Person zu allem Ja und Amen sagt. Die Texte im Blog bleiben eine ganze Weile bestehen: Ich kann also etwas aussagen, für das man sich, wenn man es denn lesen will, Zeit nehmen kann wann man will und was dennoch wenigstens gesagt wurde.
Also erklär ich diesen Blog für eröffnet ; )
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